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Welttoilettentag: So helfen wir durch Latrinen

Ein Junge steht vor einer Toilette
Mit verschiedenen Partnern hat die Diakonie Katastrophenhilfe geschlechtergetrennte Latrinen gebaut, die auf einem festen Betonsockel stehen. So hält der Untergrund den starken Regenfällen stand.
Der Welt-Toiletten-Tag am 19. November hat einen ernsten Hintergrund: Viele Menschen haben nach wie vor keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Seit Januar 2018 hat die Diakonie Katastrophenhilfe mit verschiedenen Partnern zahlreiche Latrinen in Bangladesch gebaut.

Wie viele Leute teilen sich eine Toilette?
Die Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partnerorganisationen, aber auch alle anderen Hilfsorganisationen vor Ort, haben sich das Ziel gesetzt, dass eine Latrine auf 20 Personen kommt. Momentan liegt die durchschnittliche Zahl der Nutzer pro Latrine bei etwa 50 Personen.

Wie viele Toiletten gibt es in dem Camp?
Diese Frage kann nicht insgesamt für alle Camps beantwortet werden. Mit unseren Partnern CCDB und Nabolok haben wir in den uns zugeteilten Camps Latrinen aufgebaut. CCDB hat insgesamt 155 Latrinen gebaut, Nabolok hat 70 Latrinen für die Rohingya-Flüchtlinge gebaut und zehn Latrinen für die bisher dort lebenden gastgebenden Gemeinden. Alle Latrinen entsprechen dem vorgegebenen Standardtyp 3. Diesen setzen alle Hilfsorganisationen in ihren zugeteilten Bereichen der Camps um. Der Typ 3 hat ein transparentes Dach damit mehr Licht in der Latrine ist. Diese Idee hatte einer unserer Bauingenieure und wurde vom UNHCR als zentrale Steuerorganisation anschließend verbindlich für alle anderen Hilfsorganisationen vorgegeben. Ein netter Erfolg unserer guten Arbeit!

Gibt es Klopapier?
In Südasien verwenden die Menschen eigentlich kein Klopapier. Traditionell und aufgrund der Religion (die Rohingya sind überwiegend Muslime) reinigen sich die Menschen mit Wasser. In die Latrinen nehmen sie kleine Plastikgefäße mit Wasser dafür mit, da die Latrinen selbst keinen Wasseranschluss haben.

Sind wir die einzige NGO, die Toiletten bauen?
In den unseren Projektpartnern zugeteilten drei Camps sind wir die einzigen, die Latrinen bauen – in anderen Camps bauen andere Hilfsorganisationen Latrinen. Alle unter der Organisation des UNHCR, der auch die Bauweise vorgibt. Auch die Regierung von Bangladesch entscheidet mit, wer wo Latrinen baut.

Liegen noch Fäkalien auf dem Weg?
Stellenweise liegen noch Fäkalien auf den Wegen und am Rande von Büschen. Manches mal direkt vor Latrinen. Das sind aber Ausnahmen. Dort, wo noch keine Latrinen oder nicht genügend Latrinen gebaut wurden, sind eher Fäkalien zu sehen.

Wie sieht das Wartungs-Set für Latrinen aus?
In den Latrinen gibt es keine Reinigungsgegenstände – die Menschen haben ja Wasser dabei. In der Projektregion des Partners Nabolok werden die Latrinen täglich von einem Mitarbeitenden gereinigt.

Sind die Toiletten nach Geschlechtern getrennt?
In der Regel sind die Latrinen nicht nach Geschlechtern getrennt. Dort, wo aber festgestellt wurde, dass eine Trennung nach Geschlechtern doch wichtig ist, wurden Latrinen farblich oder durch entsprechende Aufkleber markiert und die Gesamtmenge an Latrinen erhöht.

Wie sind die Toiletten im Camp verteilt?
Da die Latrinen erst nach der Ankunft der Flüchtlinge gebaut wurden und werden, sind die Standorte unterschiedlich. Eigentlich sind die Camps ja schon voll mit den Unterkünften. Daher werden die Latrinen dort aufgebaut, wo Platz ist bzw. wo es durch die Bodenbeschaffenheit keine baulichen Einschränkungen gibt. In der Regel sind sie immer so verteilt, dass maximal 50 Personen einen leichten Zugang zu Ihnen haben. Ziel ist es, für maximal 20 Personen je eine Latrine aufzubauen. Dies wird zum Teil in einem zweiten Schritt umgesetzt, da zunächst eine flächendeckende Grundversorgung angestrebt wurde.

Gibt es Hygieneartikel für Frauen auf den Toiletten?
In den Latrinen gibt es keine Hygieneartikel. Diese werden an Ausgabestellen regelmäßig verteilt und können dann Bedarfsweise in die Latrinen oder zu den Wasch-Kabinen mitgenommen werden.

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